Kartellverfahren gegen das Land Baden-Württemberg
Präsident Mundt beim Winterkolloquium in Freiburg

AG Wald Baden-Württemberg fordert Wiederaufnahme der Verhandlungen

„Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“ kommentiert Dietmar Hellmann, Vorsitzender der AGWald Baden-Württemberg die heutigen Aussagen von Präsident Mundt beim Winterkolloquium der Universität Freiburg, das Bundeskartellamt berücksichtige die gesellschaftlichen und ökologischen Wirkungen des Waldes und die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze und den Markt bei seinen Entscheidungen.

Der 2. Beschlußentwurf spricht eine andere Sprache. Und tatsächlich ordnet Präsident Mundt das Holzanweisens weiterhin für seine Zwecke alleine den unternehmerischen Tätigkeiten zu und nicht der Waldpflege.

Damit bleibt die Sprengwirkung des 2. Beschlußentwurfes erhalten. Darin sieht selbst der Verband der Säge- und Holzindustrie große Gefahren für den Holzmarkt! Her Mundt hat auch nicht den von seinem Amt aufgestellten Vergleich der Waldbewirtschaftung mit dem Betrieb einer Hähnchenzuchtanlage zurückgenommen. Für die AG Wald zeigt die eindeutig, dass das Kartellamt die Waldbewirtschaftung nicht durchdrungen hat und darin doch lediglich eine wirtschaftliche Betätigung sieht. Allerdings scheint das Amt nach seinen heutigen Aussagen doch wieder verhandlungsbereit zu sein.“Falls dies ein ernsthaftes Angebot und das Bundeskartellamt auf diesem Wege bereit ist, die mit dem Land bereits einvernehmlich ausgehandelte Verpflichtungszusage des Landes vorbehaltlos anzunehmen, muss das Land dieses Angebot annehmen“, fordert der Vorsitzende Minister Bonde auf.