Die AG Wald überreicht Bürgerpostkarten an die Fraktionen im Landtag.

Wald ist politisch. Förster sind die Politiker des Waldes.

Wald ist unpolitisch? Vertreter aller Landtagsfraktionen bekannten sich zur gesellschaftlichen Bedeutung des Waldes. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Schmidel versprach, bei Waldthemen nicht sitzen zu bleiben, sondern sich für eine schlagkräftige Forstverwaltung einzusetzen.

„Wald ist politisch – viele Interessen zerren an ihm. Der Förster muss wie ein Politiker agieren und die Interessen ausbalancieren“. Alfred Rupf, Vorsitzender der AG Wald Baden-Württemberg, wies bei einer Zusammenkunft mit Landespolitikern vergangenen Mittwoch darauf hin, dass vielen Bürgerinnen und Bürger schon heute die fehlende Waldbetreuung auffiele. Das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht. Weitere forstliche Personalkürzungen seien durch die grün-rote Landesregierung beschlossen und stünden zur Umsetzung an. „Wald ist offensichtlich für die grün-rote Landesregierung politisch nicht relevant. Denn trotz weiter wachsender Aufgaben im Klima- und Naturschutz und zunehmendem Druck auf die Holznutzung setzt die Landesregierung erneut den Rotstift bei der Forstverwaltung an und nimmt ihr die letzten Möglichkeiten, sich bürgernah und kompetent für einen vielfältigen Wald einzusetzen.“ Die AG Wald hatte im Rahmen der Postkartenaktion „Wald ist politisch“ für die Besucherinnen und Besucher der europaweit größten Forstmesse, die erst vor wenigen Tagen in Baden-Württemberg zu Ende ging eine Möglichkeit geschaffen, ihrer Forderung nach „Mehr“ für den Wald Ausdruck zu verleihen. Sie waren eingeladen, sich gegen die Schieflage der Wertschätzung des Waldes und seiner Bediensteten zu wehren und die Botschaft direkt an den Wahlkreisabgeordneten zu richten.

Am Rande der Plenarsitzung am 18. Juli übergab die AG Wald die Postkarten an die Abgeordneten.