AG Wald: Kein weiterer Stellenabbau im Forst

Qualität des baden-württembergischen Waldes in Gefahr

"Die AG Wald Baden-Württemberg sagt zu den von der Landesregierung geplanten Stelleinsparungen bei dem neuen Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg (ForstBW) entschieden nein, denn dies bringe die Qualität baden-württembergischen Waldes ernsthaft in Gefahr", so der Vorsitzende Dietmar Hellmann.

Weitere Stellenstreichungen im Forst führten unweigerlich dazu, dass die Rohstoffbasis der Holzindustrie gefährdet sei, täglich zwei Millionen Besucher einen schlecht gepflegten Wald erleben müssten und immer mehr Pflanzen- und Tierarten aussterben. "Diese Kürzungen gehen an die Substanz".

„Baden-württembergischer Wald bietet noch alles an: Umwelt- und Naturschutz, Freizeit und Lebensqualität. Er ist Rohstoffbasis für eine umfangreiche Forst- und Holzwirtschaft mit einem Jahresumsatz von insgesamt 31 Mrd. Euro. Knapp 200.000 Arbeitsplätze hängen am Wald und seinen Rohstoffen. ForstBW muss bei der Bewirtschaftung des Landeswaldes und der Betreuung von Kommunal- und Privatwald unbedingt handlungsfähig bleiben", fordert Hellmann.

Nur wenige Monate sind vergangen, seit die Landesregierung Satzung und Nachhaltigkeitsziele für ForstBW beschlossen hat. Damit wurde der letzte Schritt zur Etablierung der neuen, auf die Zukunft ausgerichteten Forstorganisation im Waldland Baden-Württemberg vollzogen. Zuvor hat die Forstverwaltung auf Landesebene in mehreren Organisationsänderungen seit 1993 40 % Personal abgebaut. Eine bis aufs Gerippe abgemagerte Forstorganisation blieb auf Landesebene übrig, die sich als Landesbetrieb neu formiert hat.

Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit der Konsolidierung des Landeshaushaltes stelle die AG Wald fest, dass der Forst auf allen Verwaltungsebenen bei der Rationalisierung bis ans Äußerste gegangen sei. Dennoch erwirtschafte ForstBW über 20 Mio Euro für den Landeshaushalt. Statt Stellenabbau müssten dringend wieder junge, gut ausgebildete Forstleute eingestellt werden. Dies sei unverzichtbar angesichts eines Durchschnittsalters in der Forstverwaltung von 50 Jahren. "Klimawandel und Stellenabbau passen einfach nicht zusammen. Den Wald für den Klimawandel zu stabilisieren - allein dafür brauchen wir Mann und Maus", fordert die AG Wald.